Samstag, 20. Juni 2026
19.00 Uhr und 19.45 Uhr, Barfüßerkirche in Augsburg
Am Samstag, 20. Juni 2026 verwandelt sich Augsburg erneut in eine große Bühne für Kunst und Kultur verschiedenster Sparten und Genres. Unter dem diesjährigen Motto #übersinnlich widmet sich die Lange Kunstnacht dem Geheimnisvollen, dem Verborgenen und dem Gespenstischen.
Auch das Augsburger Vokalensemble präsentiert schaurig schöne Chormusik. Auf dem Programm stehen selten zu hörende und aufregende Werke, die zum Thema: „übersinnlich“ der Kunstnacht passen. Johannes Brahms komponierte seine vier Gesänge op. 17 für Frauenchor, 2 Hörner und Harfe im Jahr 1859 im Alter von 26 Jahren. Damals leitete er in Hamburg einen Frauenchor, dem er dieses Werk auf den Leib geschrieben hat. Die sehr unterschiedlichen Texte befassen sich alle in irgendeiner Weise mit dem Tod. Ob die Todessehnsucht eines unglücklich Verliebten in den ersten drei Stücken oder die tragische Heldengeschichte im „Gesang aus Fingal“, Brahms schafft mit der ungewöhnlichen Besetzung vier originelle Kunstwerke.
Mystische Texte und spannende Klänge prägen die beiden a-cappella-Lieder aus der „Irischen Harfe“ von Harald Genzmer. Die anspruchsvollen Chorwerke „Entbietung“ nach einem Text von Ella Young und „Das Geheimnis Amergins“ aus dem Ossian beschreiben die Macht und den Zauber von Naturgottheiten.
Und dann geht es noch um Märchengestalten: in „Der Elfenwald“ vom estnischen Komponisten Jazeps Vitols wird vor den tödlichen Waldelfen gewarnt, in Joseph Rheinberger „Die Wasserfee“ für Harfe und gemischten Chor ersteht der Mythos von der männermordenden Nixe im tiefen See.
